Flying Flap Ears Joy
Geb.: 14.10.2013

Gesundheit:
HD A2/A2, ED frei/frei
prcd-PRA, CNM, NARC: frei über Erbgang
HNPK: Träger
EIC: Genotyp N/N
Vollständiges Scherengebiss

Prüfungen:
BHP
JP/R - 243 Punkte - *sehr gut*

Hündin Blau war von Anfang an (m)ein kleiner Herzhund: eine vielversprechende, sehr aufmerksame, gelassene Hündin, sehr an der Umwelt und an Menschen interessiert, mit großem Wissensdurst. Joy lebt bei Birgit und ihrer Familie in der Nähe von Hamburg und wird jagdlich sowie dummysportlich ausgebildet.

Foto: Tanja Wiegand


Wesenstestbericht vom 03.05.2015 (Richter: Klaus Karrenberg)

Die 18 Monate alte Labrador-Hündin zeigte sich im gesamten Testverlauf sehr bewegungsfreudig. Die Hündin ist aufmerksam. Stark ausgeprägt ist ihr Spielverhalten. Ausdauernd verfolgte sie Ziele. Das Beuteverhalten ist in sehr stark ausgeprägter Form vorhanden. Sie trägt und sie trägt zu. Die Hündin hat eine gute Bindung und Unterordnungsbereitschaft. Fremdpersonen gegenüber verhielt sie sich freundlich und sicher. Bei der Seitenlage sicher, ebenso in der Gasse. Sie ist schusssicher. Im optischen und akustischen Bereich ist sie voll belastbar.


Formwertbeurteilung vom 01.02.2017 (Richterin: Hassi Assenmacher-Feyel)

Zierliche Hündin mit sehr gutem Kopf, dunklen Augen und gut getragenem Behang. Sehr gut gebaut, korrekte Linien und Winkelungen. Guter Bewegungsablauf. *Sehr gut*


Joy aktuell:

 

 

Joy ist der zweite Hund, der in unserer großen Familie nur mir allein gehört. Und der erste Labrador! Ich hatte mir vor ihrem Kauf viele Gedanken gemacht - ich wünschte mir eine passende Gefährtin für meinen sieben Jahre alten Golden-Doodle-Rüden Dragon, einen Hund mit einem unkomplizierten, aber intelligenten Wesen, der gerne mit uns in Feld und Wald unterwegs sein und sich problemlos ausbilden lassen würde - und: ich wollte mir die Möglichkeit offen halten, nach erlangter Zuchttauglichkeit ein oder zwei Würfe zu ziehen. Eine ganze Menge Wünsche also!

Als ich nach längerer Internetrecherche und Anfragen bei verschiedenen Züchtern mit Rüdiger und Jana Kontakt aufnahm, war Coco erst seit einigen Wochen tragend - und keiner wusste, ob eine Hündin dabei sein würde. Trotzdem war das erste Telefonat so nett, dass ich spontan mit meinem Mann gen Berlin fuhr, um mir die FFEs im Original anzugucken. Wir waren schwer beeindruckt von den Arbeitsproben, die uns Jana und Rüdiger mit Coco, Edda und Grille zeigten. Ich wusste: hier bin ich richtig. Als dann drei Wochen später der Anruf kam, dass es sieben Hündinnen gab, war die Freude riesengroß. Da sollte doch eine dabei sein, die zu mir passte!

Und so war es dann auch. Gleich beim ersten Besuch der Welpen hatte ich einen ganz besonderen Kontakt zu der kleinen "blauen" Dame. Was mir vor allem auffiel, war ihre souveräne Art - irgendwie schon so erwachsen. Alle anderen wirbelten und rollten um mich herum. Joy dagegen setzte sich auf ihre kleinen Hinterbacken und schaute mir völlig konzentriert geradewegs in die Augen, und als sie an meinem Schuhband knabberte, reichte es, sie ganz ruhig ein Stück wegzuschieben - schon verstanden! Ich war fasziniert. So einen Hund hatte ich gesucht! Ruhig und aufmerksam, sensibel und trotzdem cool. Schon am nächsten Tag rief ich Jana an und fragte sie, ob Joy (den Namen hatte ich von Beginn an im Kopf) aus ihrer Sicht zu mir und auch meinen Zuchtwünschen passen könnte. Wir verabredeten, vor einer endgültigen Entscheidung noch etwas zu warten, wie sie sich weiter entwickeln würde. Und ich hatte wieder Glück. Joy entwickelte sich sowohl körperlich als auch mental in gewünschter Weise weiter, bestand den Welpentest in prima Manier - und ich durfte sie Anfang Dezember mit nach Hause nehmen.

In der Folgezeit lief es einfach nur perfekt. Ob zu Hause mit unseren anderen Hunden (zur "Großfamilie" gehören neben unseren Kindern nebst Partnern mehrere Zwergpudel, dazu noch eine Großpudelhündin und eben Dragon), mit anderen Tieren, beim großen Familientreffen an Weihnachten, auf Ausflügen, im Auto, im Cafe - es gab keinerlei Probleme. Joy war freundlich zu jedermann, machte jede Aktion gelassen mit und legte sich schlafen, wenn sie genug hatte. Und die Kommunikationsbarrieren zu den Pudeln ("Du bist doch so groß wie ich, wieso willst du denn nicht mit mir ringen, sondern immer nur rumrennen?!") löste sie souverän - indem sie voller Stolz, wann immer möglich, irgendwelche Sachen herumschleppte. Es störte sie auch nicht, dass kein anderer Hund das auch nur halb so interessant fand ;).

Foto: Tanja Wiegand

Ihr tolles Wesen zeigte sich auch im DRC-Welpenkurs, den wir ab der zehnten Woche gemeinsam besuchten. Hier fand dann auch das statt, was sie so sehr interessiert: apportieren!! Schon beim Anblick des ersten Welpendummys war sie wie elektrisiert. Dabei hatte sie noch nie einen gesehen. Ich war so perplex, dass ich Jana spontan anmailte, ob sie ihr eventuell einen Apportier-Chip eingepflanzt hätte! Auch ansonsten war Joy von Beginn an sehr gelehrig, neue Übungen wie Sitz, Platz aus der Bewegung oder das besonders schwierige Warten absolvierte sie jedes Mal so souverän, als hätte sie es schon x-fach geübt. Eigentlich musste ich ihr immer nur einmal zeigen, was sie tun sollte. Und dann erledigte sie es.

Foto: Tanja Wiegand

Inzwischen sind wir in der Junghundeklasse angekommen und arbeiten uns ganz gemütlich in der Ausbildung voran. Weiterhin ist Joy jeder Anforderung gewachsen, sie apportiert aus dem Wasser, sucht ausgiebig auch in dichtem Gelände, lässt sich fast ;-) immer abrufen und kann auch dann, wenn andere dran sind, geduldig warten. Erste Anflüge von zu großer Selbständigkeit ("Ach, sie telefoniert grade, dann kann ich mich ja mal in diesem Feld ein bisschen nach Hasen umsehen!") lassen sich mit etwas energischerer Extrazuwendung und Spezialleckerlis wie Krümeln von türkischem Hackfladenbrot (mmhmmmhmmm....) schnell unterbinden. Wie überhaupt das Futter der Ober-Mega-Motivator ist. Wenn alles weiter so gut läuft, werden wir eventuell im November die Gebrauchshundeprüfung angehen - aber nur, wenn kein Stress aufkommt. Außerdem werde ich mich umschauen, wo wir im Hinblick auf die jagdliche Ausbildung weiter kommen können. Der erste Schritt wird im Mai ein gemeinsamer Jagdscheinkurs-Urlaub in Grambow sein. Joy darf mitkommen und wir beide werden sicher eine Menge lernen - sie das Herumliegen in den Theorieeinheiten, die Atmosphäre am Schießstand und den Anblick von Wild, ich hoffentlich genug zum Bestehen der Prüfung.

Foto: Tanja Wiegand

Ja - und so bin ich überglücklich!! Joy macht ihrem Namen einfach alle Ehre. Ich habe einen (weiteren!!) Hund bekommen, der mich durch sein Wesen jeden Tag neu begeistert und ich kann mich nur immer wieder bei Rüdiger und Jana dafür bedanken, dass sie ein so perfektes Auge für die "richtige Passung" hatten und mir diese tolle Hündin anvertraut haben!

Birgit mit Joy im Mai 2014