Flying Flap Ears Igraine
Geb.: 05.08.2013

Gesundheit:
HD A1/A1, ED frei/frei
prcd-PRA, CNM, EIC, NARC: frei über Erbgang
Vollständiges Scherengebiss

Prüfungen:
Wesenstest
BH (VDH)
APD/A - 72/80 Punkte - *sehr gut*
Renzower Trainingsworkingtest - 124 P. - *v*
Rügener WT A 2015 - 73/100 Punkte - *g*
Rems Murr Cup A 2016 - 101/120 P. - *sg*
Wilder Süden A 2017 - 101/120 P. - *sg*
Gundog's Choice Team WT - 233 P. - 1. Platz
Alt trifft Jung A 2017 - 97/120 P. - *g*
Alt trifft Jung Team 2017 - 4. Platz
DreiLänderEck 2017 - 107/120 P. - *sg* - 4. Platz

 

Nach drei Würfen mit ausschließlich schwarzen Welpen waren wir uns soooooooooooo sicher, dass Grille kein Gelb trägt, und dann kam sie zur Welt: der bzw. die allererste gelbe Flying Flap Ears! Hündin "Schwarz" entwickelte sich, wie auch ihre Geschwister, zu einem fröhlichen kleinen Hund mit allerlei Flausen im Kopf. Besonders hervorstechend war ihre Optik. Sie sah stets aus, als hätte jemand mit Kajalstift nachgeholfen. Dann kam der Tag, an dem sich Verena und Robert zwischen Hündin Blau und Hündin Schwarz entscheiden sollten - und es wurde Abby, die mit offiziellem Namen Igraine heißt. Abby lebt nun in Rostock und wird mit Dummyarbeit beschäftigt.

Wesenstestbericht vom 26.04.2015 (Richter: Mario Naucke)

Die 20 Monate alte bewegungsfreudige Hündin zeigt am heutigen Tage trotz teilweise großem Radius eine sehr gute Unterordnungsbereitschaft sowie Bindung. Die labradortypischen Anlagen sind sehr ausgeprägt vorhanden. Fremden Menschen begegnet sie freundlich. Auf dem Parcours zeigt sie ein gutes Interesse, untersucht selbstständig bzw. lässt sich an die Gegenstände heranführen. Eine freundliche, aufmerksame Hündin, die sich als aufmerksamer, arbeitsfreudiger Begleithund gezeigt hat. Beim Schuss arbeitsfreudig und aufmerksam.


Abby aktuell:

Am 30.10. war es endlich soweit, wir konnten unsere kleine Abby abholen. Robert und ich waren nervös, voller Vorfreude und Zweifeln zugleich. Werden wir gute Rudelführer werden oder zerpflückt uns der kleine Terrorkrümel Wohnung und Nerven? Wie wird das alles funktionieren und werden wir mehr falsch oder mehr richtig machen? Als die Kleine dann im Auto abwechselnd auf Roberts und meinem Schoß schlief, waren wir einfach nur seelig. Die ersten 3 Tage liefen traumhaft. So einfach kann das doch nun auch wieder nicht sein... und wir sollten Recht behalten. So einfach war es dann doch nicht. Mit jedem Tag wurde die Kleine sicherer und ihre große Selbstständigkeit hatte wohl einen Einfluss auf ihre Ohren – die schienen anfangs einen leichten Wackelkontakt zu haben, um dann vollends out of order zu sein. 1:0 für Abby.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten und viel gutem Zuspruch von Jana und Rüdiger wurde es jedoch Tag für Tag besser. Robert hat täglich das „Wir-gehen-und-bleiben-in-dem-Kennel-im-Auto-OHNE-Krawall-zu-machen“ geübt und konnte schließlich zum Sieger gekürt werden. 1:1 – Ausgleich.

Der erste Bindungsspaziergang auf freiem Feld. Hund abgeleint und ZACK – weg. 2:1 für Abby. Robert hat sich ein Herz gefasst, sich auf alle Bücher besonnen, die er gelesen hat und ist – entschlossenen Schrittes, mit dem Herz in der Hose – in die entgegengesetzte Richtung marschiert. Und ZACK - bloß nicht den Anschluss verpassen - war Abby wieder da. 2:2.

An der Leine laufen, wenn man mitten in der Stadt wohnt, ein MUSS. Einen feurigen Welpen so früh an diese zu gewöhnen, ähnelt einem Flummi-an-der-Leine-Spiel, bei dem wir uns meist zum Affen gemacht haben. 3:2 für den Hund.

Erstes Training, Fleischwurst und die beste Trainerin sorgten dann aber in Windeseile für den Ausgleich, die Kleine wurde zum Fuß-Fetischisten erklärt, 3:3.

Sitz, Platz und Komm (Dank der Super-Grundlage, die Jana und Rüdiger mit dem Komm-Pfiff gesetzt haben) gingen ganz schnell und auch sehr bald sehr zuverlässig. Abby hat viel Freude daran, mit uns zusammen zu lernen und die Welt (neu) zu entdecken. Damit gingen wir das erste mal in Führung... juhu 3:4.

Bei Spaziergängen im Stadtpark waren dann jedoch andere Hunde 1000mal spannender als wir. Rufen, pfeifen, auf den Kopf stellen hätte alles nichts geholfen und da wir ja gelernt haben, nur Befehle zu geben, die wir auch durchsetzten können, haben wir das auch nicht getan. 4:4.

So halten wir uns die meiste Zeit dann doch irgendwie die Waage: mal trickst sie uns aus, mal sind wir schlauer...

Mittlerweile ist sie ziemlich sicher in Sitz, Platz, Komm – auch auf Distanz. Zudem kann man Fressen fallen lassen und sie geht erst dran, wenn der Befehl „Nimm“ kommt. „Schau“ und Augenkontakt halten funktioniert ebenso und ist in unübersichtlichen Situationen Gold wert. Man kann sie in ihren Kennel oder auf ihre Decke schicken und sie bleibt dort, bis man sie wieder ruft – zumindest meistens. Suchen und bringen tut sie mit voller Inbrunst und voller Freude.

Die Kleine lernt mit viel Spaß, ist draußen energiegeladen, freundlich und neugierig. Zuhause ist das Größte, mit uns zu kuscheln und schlafen, also alles wie es sein sollte, finden wir.

Nach den ersten 3 Monaten können wir nun zumindest folgendes sagen: Ja, bis jetzt scheinen wir unseren Job als Rudelführer ganz gut zu machen. Die Wohnung steht noch und es sind nur kleinere Verluste aufgrund von Welpenzähnchen zu beklagen. Die Nerven werden mal mehr und mal weniger in Mitleidenschaft gezogen, aber das gleicht unsere Prinzessin mit ihrer wunderbaren Art, ihrer Lernfähigkeit, ihrer Freude und Freundlichkeit auch ganz schnell wieder aus. Geduldig lässt sie so ziemlich alles mit sich machen, besonders, wenn dafür Kekse in Aussicht gestellt werden.

Abby ist natürlich die beste Abby aller Zeiten, wir lernen viel mit ihr zusammen, besonders Geduld und Genauigkeit.

Wir freuen uns über die Chance, als unerfahrene Neuhundebesitzer, die auch noch in der Stadt wohnen, einen FFE nach Rostock geholt haben zu dürfen. Danke Jana und Rüdiger!

Verena und Robert im Januar 2014